E-Commerce-Berater Thomas Lang schreibt gerade darüber, wie der Shopping-Club Fashion-Friends seine Kunden im Newsletter von Rücksendungen abhalten will:
"In der Regel kannst du Artikel innerhalb von zehn Tagen an uns zurückschicken, was aber unseren Prozess mit der Zeit enorm verteuert und es uns sehr schwer macht, weiterhin so tiefe Preise garantieren zu können."
Ein ähnlicher Hinweis steht auch im (öffentlich zugänglichen) Blog des Club-Betreibers. Was jetzt natürlich zu Spekulationen führt:
"Hat man hier eventuell die Schwierigkeiten im Verkauf unterschätzt und sitzt auf zu viel Ware, die man nun in einem stationären Outlet-Store loswerden muss? Retouren-Quoten von ca. 40% sind (leider) nicht nur im traditionellen Bekleidungs-Versandhandel üblich, sondern auch bei Online-Fashionshops. Dass dies bei niedrigen Margen einem Anbieter fast das Genick brechen kann, scheint logisch."
Im Vergleich zum klassischen Online-Modehandel aber rühmen sich Shopping-Clubs gerne mit "sensationellen Retourenquoten". Bei Vente Privée etwa liegt die Quote im Ausland wohl unter fünf Prozent, wenn dieser Wert auch hierzulande viermal so hoch ausfällt:
"Die Deutschen schicken öfter Retouren zurück. Viele ältere Internetnutzer sind es durch jahrzehntelange Erfahrungen mit dem klassischen Versandhandelgeschäft gewohnt, mehr Artikel zu bestellen als sie ohnehin kaufen wollen."
Shopping-Clubs aber leben davon, dass Mitglieder möglichst wenig zurückschicken. Denn die Logistik ist nicht auf Retouren ausgelegt. Vente Privée appelliert daher ebenfalls an die Vernunft der Kundschaft und macht Retouren so schwer wie möglich nicht gerade einfach.
Wenn nun aber Shopping-Clubs immer mehr Mitglieder gewinnen, dürfte langfristig auch die Zahl der Retouren steigen. Ob damit dann aber auch jeder dieser Anbieter mit diesem Geschäftsmodell umgehen kann?
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