Der auf den geschlossenen Verkauf von Reisen spezialisierte französische Shopping-Club Voyageprive kann eine beachtliche Umsatzentwicklung vorweisen. Im Interview mit dem JournalDuNet (F/D) verrät Club-Gründer Denis Philipon jetzt Einzelheiten:
"2007 war ein sehr gutes Jahr für Voyageprive. Wir haben einen Umsatz von 25 Millionen Euro erreicht, was einer Steigerung von 200 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Wir konnten 65.000 Reisen verkaufen, die im Durchschnitt etwa 700 Euro kosteten. Wir sind bereits profitabel und freuen uns über einen Nettogewinn von 300.000 Euro."
Voyageprive profitiert laut Philipon davon, dass der Shopping-Club bei seinen Angeboten zweigleisig fährt (F/D):
"Wir sind sowohl Händler als auch Hersteller. Voyageprive arbeitet mit 50 Reiseveranstaltern, 300 Hotels in Frankreich sowie 300 Hotels in Europa und im Ausland zusammen. Daraus resultieren etwa 50 Prozent der Angebote, die wir präsentieren. Die restlichen 50 Prozent kommen über Produkte zustande, die wir selbst entwickeln. Als Händler bekommen wir 13 bis 14 Prozent Provision, wenn wir Reisen vermitteln. Wenn wir eigene Reiseangebote vermarkten, bekommen wir von Hotels eine Provision von 20 Prozent."
Für 2008 hatte Voyageprive ursprünglich ein Umsatzziel von 45 Millionen Euro ausgegeben. Jetzt rechnet Philipon sogar mit einem Umsatz von 51 Millionen Euro (F/D):
"Unser Ziel ist, der führende Vente-Privée-Dienst für Reisen in Europa zu werden. Im August starten wir in Spanien, dann in Italien. 2009 wollen wir dann nach Deutschland, Großbritannien, Polen, Ungarn, Russland und vielleicht auch in die Türkei expandieren."
Insgesamt zählt Voyageprive heute bereits über zwei Millionen Mitglieder. Soziografische Daten zur Nutzerschaft gibt es bei Wordlist (PDF). Umsatzzahlen von 2005 und 2006 liefert das JournalDuNet.
Anfang Juni ist mit Triphunter der erste Online-Reiseclub in Deutschland gestartet, der sich stark am französischen Vorbild Voyageprive orientiert.
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