Während in Deutschland bereits ein knappes Dutzend Vente-Privée-Dienste aktiv ist, entsteht der Markt für Shopping-Clubs in den USA erst gerade. Dass Shopping-Clubs in den USA aber zunehmend an Bedeutung gewinnen, verdeutlichen derzeit einige US-amerikanische Online-Medien.
Erstmals berichten mehrere US-Medien gleichzeitig über geschlossene Einkaufsgemeinschaften im Web. In einem Grundlagenartikel zeigt beispielsweise ABC.com aktuell auf, wie Internetnutzer über Vente-Privée-Dienste günstig an Designer-Mode kommen können (inklusive Video-Reportage):
"To score a deal on coveted designer goods you no longer have to battle the crowds, at least not in person. Luxury items without the luxury price tag are just a click away. Online shopping clubs like Ideeli.com, RueLaLa.com, and Gilt.com are slashing prices on designer clothing and accessories and selling them through their members-only websites."
Einen Artikel über US-amerikanische Shopping-Clubs veröffentlichte kürzlich auch NBC ("Sample Sales have gone online"). Der Beitrag liefert Internetnutzern eine erste Übersicht über alle bislang aktiven US-Clubs, auch wenn der neu gestarte Anbieter BestSecret in der NBC-Auflistung noch fehlt:
"Traditionally, VIPs rely on word of mouth to gain access to exclusive sale events. These happenings often occur in a back alley, without signage, and well after closing hours. Now, thanks to the Internet, there is no need to peek down darkened streets."
Während die großen Online-Medien in den USA zur Zeit vor allem noch Aufklärungsarbeit bei Verbrauchern leisten, gehen die auf E-Commerce spezialisierten US-Blogs bereits einen Schritt weiter.
B2B-Blog Snow Patrol beispielsweise identifiziert zwei ECommerce-Strategien, mit denen Markenartikler vom Trend zu Shopping-Clubs in den USA profitieren können:
"1. Depending on your product, you can use one of the growing number of online private sale services - Vente Privee is arguably the most famous of all of these in Europe but more seem to be springing up.
2. Set up private sales as part of your own website - Koodos offers a fairly simple private sales service, for example."
Der Vergleich zu Koodos.com hinkt allerdings ein wenig. Zwar gibt es auch hier Designer-Schnäppchen, alle Produkte sind inklusive Preisangaben aber öffentlich zugänglich. Ein geschlossener Shopping-Club ist Koodos damit eigentlich nicht, weswegen wir diesen Anbieter bislang auch nur am Rande verfolgen.
Nicht nur beim Snow-Patrol-Posting machen sich noch kleine Verständnisprobleme bemerkbar. Dass manche ECommerce-Experten das Club-Prinzip noch nicht richtig einordnen können, verdeutlicht auch ein aktuelles Posting bei Internet Retailing:
"I’d go as far as agreeing that Private Sales are an
alternative to eBay but really I don’t buy it, and I’m sure that neither will
anyone else. Why as a retailer would you want to do a private sale on a site
that’s unknown, and numbers its visitors in hundreds, rather than hundreds of
millions?
Yes there’s the chance to get a higher price than you would on eBay,
but is the extra work involved in inviting people to the sale and the cost of publicising
the sale really worth that effort? Lets’ not forget this is old stock, or it’s
overstock, isn’t it better to just get rid of it and concentrate on your
current stock?"
Internet Retailing also sieht in Shopping-Clubs aktuell nur einen weiteren Absatzkanal, um Waren über das Web möglichst schnell und günstig an viele Kunden zu verkaufen. Daher auch der Vergleich zu eBay.
Shopping-Clubs sind für Markenartikler aber gerade eine Alternative zu den traditionellen Vertriebsmethoden, um im Internet ihre Saisonware an ausgewählte Kunden zu verkaufen und dadurch einen Preisdruck durch traditionelle Handelspartner zu vermeiden.
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