Zuletzt konnte sich Brands4Friends über 500.000 Mitglieder und siebenstellige Monatsumsätze freuen. Im Interview mit Gleb Tritus verrät Club-Gründer Nicolas Speeck jetzt aktuelle Kennzahlen:
"Wir befinden uns momentan bei über 800.000 Mitgliedern und wachsen teilweise um mehr als 10.000 neue Mitglieder täglich. Je mehr Mitglieder wir haben, desto bessere Angebote können wir machen."
Marktführer Vente Privée freut sich darüber, dass Mitglieder kaum Retouren schicken. Ähnliche Erfahrungen schildert auch Brands4Friends-Boss Speeck im Tritus-Interview:
"Die Retouren bewegen sich im einstelligen Prozentbereich und sind für den Mode-Versandhandel sensationell niedrig. Gut möglich, dass viele Kunden ihre Einkäufe einfach an Freunde verschenken, wenn Sie nicht passen. So günstig kommen sie nie wieder an ein Geschenk."
Brands4Friends-Konkurrent BuyVIP hatte im Frühjahr eine Zwei-Klassen-Gesellschaft in seinem Shopping-Club eingeführt. Seitdem können besonders kaufkräftige BuyVIP-Mitglieder bei Verkäufen immer 15 Minuten früher zuschlagen. Denkt Brands4Friends über einen ähnlichen Verkaufsansatz nach?
"Eine Zwei-Klassen-Gesellschaft macht sicherlich nur Sinn, wenn man den Mitgliedern tolle Premiumangebote bieten kann - minimale Vorteile machen da aus meiner Sicht keinen Sinn. Unsere Kunden sind ja bereits durch die Mitgliedschaft privilegiert und profitieren von den günstigen Preisen, die zwischen 30% und 70% unter dem Ladenpreis liegen."
Shopping-Club Limango hatte erst Anfang Juni den Mindestbestellwert für Club-Einkäufe gekippt. Ist bei Brands4Friends eventuell mit einer ähnlichen Entwicklung zu rechnen?
"Ein Mindestbestellwert sichert uns nach unten ab, damit wir unsere Prozesskosten refinanzieren können. Aber nichts ist bekanntermaßen für die Ewigkeit."
In diesem Jahr kalkuliert Brands4Friends mit einem Umsatz von 30 Millionen Euro. Sollten die Berliner diese Marke erreichen, käme es zu einer Wachablösung bei der Marktführerschaft in Deutschland. So rechnet Vente Privée 2008 mit einem Deutschland-Umsatz von 20 Millionen Euro.
Vielleicht erwirtschaftet Brands4Friends ja mehr Umsatz, weil der Shopping-Club auch im Hochsommer wie gehabt Aktionen durchführt? Die Berliner jedenfalls feierten gerade zum dritten Mal ihr Sommer-Verkaufsfest, während Vente Privée eine "verkaufsfreie Phase" durchläuft.
Frühere Beiträge zum Thema:
Vente Privée ist halt ein französisches Unternehmen - und da ist es halt üblich, im August an die Côte d'Azur oder an den Atlantik zu fahren anstatt sich im stickigen und schwülen Paris totzuschwitzen. In Deutschland fährt man halt von Juni bis September auf halber Kraft, in Frankreich lässt man einfach den August ganz ausfallen. Hat beides seine Vor- und Nachteile. :-)
Kommentiert von: Julien | 04. August 08 um 13:27 Uhr
mit einer 'sensationellen Retourenquote' rühmt sich hier ein Unternehmen, dessen Retourenmanagement gleich Null ist.
Ich sehe eine solche Aussage als b4f Marketing-Gag, der dazu dient, die Retouren wirklich niedrig zu halten. Das scheint das angestrebte Ziel.
User warten wochenlang auf Rückzahlungen oder auch mal nur eine Nachricht, dass die zurück gesendete Ware angekommen ist.
Selbst nachzulesen im b4f blog. (http://blog.brands4friends.de/?p=3)
Selbst so erfahren.
Kein Kundenservice, kein Retourenmanagement. Irgendwann keine Kunden mehr. Ich denke, das versteht auch irgendwann der deutsche Markt.
Kommentiert von: adirian | 02. September 08 um 14:55 Uhr