Marc Osofsky von Optaros hatte vergangene Woche aufgezeigt, welche Kernelemente seiner Einschätzung nach einem Shopping-Club zum Erfolg verhelfen:
- Exclusivity – requires an invitation from a friend to get in
- Name Brands – quality merchandise not just out of date items
- Compelling Discounts – priced to drive impulse purchases and loyalty
- Timed Events – limited sales event at which merchandise is offered
- Regular Events - Sales events always start at the same time
- One Page Event List – Listing current events to browse
- Viral Invitations - member get member referral program
- Social Network Integration - easy login and member referrals
- No Search - Focus attention on sales to encourage impulse purchase
- Single/No Shipping Fee – Orders stay open for several hours to allow shoppers to make additional purchases and pay only one shipping fee
Eine völlig andere Meinung vertritt nun Alexander Graf von Kassenzone, der sie sich wie folgt zu Erfolgsfaktoren von Shopping-Clubs äußert:
"Diese (von Osofsky veröffentlichten - Anm. d. Verf.) Punkte klingen auf den ersten Blick zwar sinnvoll, haben aber nichts mit dem langfristigen Erfolg des Geschäftsmodells zu tun. So ungefähr muss man es sich vorstellen, wenn man in Asien versucht, ein Auto zu kopieren (ein Lenkrad, vier Räder, bekanntes Logo, fünf Sitzplätze).
Der Erfolg von Shopping Clubs besteht aus meiner Sicht in einer sehr guten Umsetzung der Verkaufsoberfläche zum Kunden (Hygienefaktor!). Aber viel wichtiger ist die überlegene und nachhaltige Beziehung zu den Marken und Herstellern, die dem Club-Betreiber langfristig vertrauen (Erfolgsfaktor)."
Was aber macht nun letzten Endes wirklich den Erfolg eines Shopping-Clubs aus? Hat Osofsky nun Recht oder vielleicht doch Alexander Graf? Oder zeigen beide Meinungen nicht gerade in der Summe, was Shopping-Clubs für Nutzer letztlich so attraktiv macht?
Sicher ist wohl: Ohne entsprechende Kontakte fehlt Club-Betreibern unter Umständen die (Marken-)Ware. Doch ohne klassische Vente-Privée-Elemente (günstiger Preis, zeitlich begrenzte Aktion, limitierte Verfügbarkeit) lässt sich nur schwer Kaufdruck aufbauen.
Passend dazu:
Beide haben recht oder auch nicht. Sie konzentrieren sich beide primär auf den Verkauf und Alexander Graf bezieht auch die Beschaffung mit ein. Beide blenden den Betrieb des Shops teilweise aus.
Kostenvorteile werden v.a. erzielt bei den Prozessen und dem After Sales; hierzu ist bei beiden kaum ein Wort zu hören. Dabei müssen die Clubs wachsen. Das erreichen sie aber nur, in dem sie neue Kunden gewinnen und das Potential bestehender ausbauen. Und das geht nicht ohne einen reibungslosen Service. Wir erinnern uns an die unlängst geführte Diskussion über die Retouren-Quote und dass die Clubs massive Probleme damit haben.
Wir sind heute keine Onlinehändler mehr, sondern Dienstleister. Auch wenn wir Waren verkaufen.
Kommentiert von: Thomas Lang | 13. April 10 um 00:13 Uhr
Ich denke, dass Shoppingclubs für den Verbraucher den Vorteil haben, dass es mehr Diversität gibt und sich mittlerweile für jede Vorliebe spezifische Shopping Clubs entstehen. Da ich viel Sport betreibe, habe ich zum beispiel vor einigen Tagen mysportbrands.de entdeckt. Die folgen dem gelichen Verkaufsprinzip, wie du es beschrieben hast und spezialisieren sich dabei wirklich gezielt auf Sportmode und Utensilien.
https://www.mysportbrands.de/customer/account/login/
Ich habe mir dort jedenfalls ein neues Paar Trekking Schuhe gekauft und bin sehr zufrieden mit der Seite.
Kommentiert von: Johann | 12. August 10 um 16:57 Uhr
Ich denke, dass shoppingclubs sowohl für Betreiber als auch für Kunden Vorteile haben. Nachteil ist allerdings eine langsam einsetzende Abhängigkeit und für den Kunden die Gefahr, am Ende zu viel (aus bequemlichkeit) zu zahlen. Es wird aber online schwerer sein shoppingclubs zu etablieren, da der nächste Wettbewerber nur einen Klick weit weg ist und nichts so transparent ist wie das wwww.
Kommentiert von: mathias | 26. März 11 um 12:21 Uhr
Ich finde diese Entwicklung sehr interessant, wenn man es genau nimmt, geht es ja auch nicht wirklich um den Club und darum, dass man nur nach Einladung aufgenommen wird - wenn ich in den Club möchte, bin ich ganz schnell drin. In meinen Augen sind es sowieso nur etwas besser verpackte Restposten bzw. Outlet shops.
Kommentiert von: Maik | 07. Juni 11 um 09:09 Uhr
Topuklu Ayakkabı guzel bir paylaşımm
Kommentiert von: Topuklu ayakkabı | 21. November 11 um 15:29 Uhr